Dermabrasion – Ablauf, Wirkung und Risiken der Hautabschleifung
Dermabrasion ist ein dermatologisches Verfahren zur mechanischen Abtragung der obersten Hautschichten. Ziel ist es, die Hautstruktur zu verbessern, Narben zu reduzieren und das Hautbild zu verfeinern.
Dabei wird mithilfe eines rotierenden Schleifgeräts die oberste Hautschicht kontrolliert entfernt. Die Haut regeneriert sich anschliessend neu – glatter und gleichmässiger.
Dermabrasion ist ein medizinisch-kosmetisches Verfahren und sollte ausschliesslich von qualifizierten Fachpersonen durchgeführt werden.
Wie funktioniert Dermabrasion?
Bei der Behandlung wird die Haut mit einem speziellen Schleifaufsatz (z. B. Diamantfräse oder Drahtbürste) kontrolliert abgetragen.
Der Prozess bewirkt:
• Entfernung geschädigter Hautzellen
• Anregung der Zellneubildung
• Stimulation der Kollagenproduktion
• Glättung der Hautoberfläche
Die Behandlung erfolgt meist unter lokaler Betäubung.
Für welche Hautprobleme wird Dermabrasion eingesetzt?
Dermabrasion kann eingesetzt werden bei:
• Aknenarben
• Operationsnarben
• Pigmentstörungen
• Falten
• Sonnenschäden
• Unebenem Hautbild
Besonders bei tieferen Narben zeigt das Verfahren gute Ergebnisse.
Unterschied zwischen Dermabrasion und Mikrodermabrasion
| Dermabrasion | Mikrodermabrasion |
| Medizinisches Verfahren | Kosmetische Behandlung |
| Tiefe Hautabtragung | Oberflächliches Peeling |
| Lokale Betäubung nötig | Schmerzarm |
| Längere Ausfallzeit | Keine oder minimale Ausfallzeit |
| Für Narben geeignet | Für Hautbild-Verfeinerung |
Die Mikrodermabrasion ist deutlich sanfter und wird häufig in Kosmetikstudios angeboten.
Ablauf einer Dermabrasion
1. Beratungsgespräch & Hautanalyse
2. Lokale Betäubung
3. Mechanische Abtragung der Haut
4. Kühlung & Wundversorgung
5. Regenerationsphase (ca. 1–2 Wochen)
Nach der Behandlung ist die Haut gerötet, empfindlich und benötigt intensive Pflege.
Heilungsphase & Nachsorge
Die Regeneration dauert in der Regel 7 bis 14 Tage. In dieser Zeit können auftreten:
• Rötung
• Schwellung
• Krustenbildung
• Spannungsgefühl
Wichtig während der Heilungsphase:
• Strikter Sonnenschutz (SPF 50)
• Keine Make-up-Anwendung in den ersten Tagen
• Keine aktive Wirkstoffkosmetik
• Sanfte, reizfreie Pflege
Die vollständige Kollagenneubildung kann mehrere Wochen dauern.
Risiken und Nebenwirkungen
Wie bei jedem invasiven Verfahren bestehen mögliche Risiken:
• Infektionen
• Pigmentverschiebungen
• Narbenbildung
• Langanhaltende Rötungen
• Über- oder Unterkorrektur
Daher ist eine fachgerechte Durchführung entscheidend.
Wer ist für Dermabrasion geeignet?
Geeignet sind Personen mit:
• Starken Aknenarben
• Deutlich unebenem Hautbild
• Realistischen Erwartungen
Nicht geeignet bei:
• Aktiver Akne
• Rosazea
• Sehr dunklem Hauttyp (erhöhtes Pigmentrisiko)
• Immunschwäche
Eine individuelle dermatologische Beratung ist unerlässlich.
Alternative Behandlungen
Je nach Hautproblem können Alternativen sinnvoll sein:
• Chemische Peelings
• Laserbehandlungen
• Microneedling
• Mikrodermabrasion
Die Wahl hängt vom Hautzustand und Behandlungsziel ab.
FAQ zu Dermabrasion
Ist Dermabrasion schmerzhaft?
Durch lokale Betäubung ist die Behandlung meist gut tolerierbar.
Wie viele Sitzungen sind nötig?
Oft genügt eine Sitzung, bei Narben können mehrere Behandlungen sinnvoll sein.
Bleiben Narben zurück?
Bei fachgerechter Durchführung selten, jedoch möglich.
Wann ist das Endergebnis sichtbar?
Nach vollständiger Abheilung und Hauterneuerung, meist nach mehreren Wochen.
Fazit
Dermabrasion ist ein intensives, medizinisches Verfahren zur Hauterneuerung. Es eignet sich besonders zur Behandlung von Narben und stark strukturierten Hautunregelmässigkeiten.
Aufgrund der Tiefe des Eingriffs ist eine professionelle Durchführung sowie sorgfältige Nachsorge entscheidend. Für leichtere Hautbildverbesserungen sind sanftere Methoden oft ausreichend.
Werbung: